Susan Florya
Susan Florya 

Glossar der Weinbegriffe

Abgang: Nachhaltigkeit des Geschmacks, ein bedeutendes Kriterium zur Beurteilung der Qualität eines Weines. Man unterscheidet zwischen kurzem und langem Abgang.

Acre: Amerikanisches Flächenmaß; 1 Acre = ca. 4047 m².

Assemblage: Verschnitt unterschiedlicher Weinanteile aus verschiedenen Lagen, Jahrgängen und/oder Rebsorten.

Ausbau: Bezeichnet sämtliche Vorgänge von der Gärung bis zur Abfüllung eines Weins und kann wenige Wochen, aber auch mehrere Jahre dauern.

Barrique: Eichenfass mit 225 Litern Fassungsvermögen.

Beaujolais Primeur: Sehr fruchtiger, leichter Rotwein aus Frankreich, nur ca. sechs Wochen lang gereift. Wird jährl. am dritten Donnerstag im November weltweit vermarktet; nicht zu verwechseln mit klassischen Beaujolais-Weinen!

Bukett: Geruch oder Duft eines Weins.

Cabernet Sauvignon: Ursprünglich im franz. Bordelais beheimatete Rotweinsorte, heute weltweit meistangebaute rote Rebe; Aroma u. a. von Schwarzen Johannisbeeren.

Chardonnay: Weltweit eine der am meisten angebauten Weißweinsorten; charakterstark mit

vollem Körper; gern auch zur Kelterung von Champagner und Sekt genutzt.

Chianti: Ital. Rotwein aus der Toskana; aus der Sangiovese-Traube gekeltert; trocken, mit meist würzig-herben Geschmack.

Cuvée: Bezeichnet den Verschnitt mehrerer Rebsorten oder Lagen zu einem Wein; viele erstklassige Weine entstehen erst durch das kunstvolle Verschneiden des Winemakers: z. B. zählt der aus fünf verschiedenen Rebsorten gekelterte Opus One zu den höchst prämierten Weinen der USA und kostet pro Flasche je nach Jahrgang zwischen 250 und 300 Euro.

Eiswein: Süßer Wein, dessen Beeren bei Außentemperaturen von minus 7 °C und kälter gelesen werden. Die Trauben werden in gefrorenen Zustand gepresst.

Entrappen: Trennung der Beeren von den Stielen.

Fuderfass: Eichenfass mit 1000 Liter Fassungsvermögen

Gallone: In den USA verwendetes Flüssigkeitsmaß; 1 Gallone = ca. 3,79 Liter.

Gambero Rosso: Ital. Verlag; Weinbewertung wird durch ein, zwei oder drei Gläser dargestellt.

Geschein: Blütenstand der Weinrebe.

Grenache: Weltweit vierthäufigst angebaute Rotweinsorten; sehr fruchtige Weine, die sowohl

als Rotwein, Weißwein wie auch Rosé gekeltert werden.

Keltern: Der Begriff wird häufig als Synonym für die Weinherstellung benutzt, auch wenn es sich dabei streng genommen eher um ein spezielles Produktionsverfahren für Weißweine handelt.

Kirchenfenster: Schwenkt man einen Wein im Glas, bilden sich Schlieren an der Innenwand. Diese unterschiedlichen Tränenformen lassen Rückschlüsse auf den Alkoholgehalt zu.

Korbel Brut: Eine kalifornische Sektmarke.

Küfer: Handwerker, der Fässer herstellt.

Maische: Zähe Mischung aus gemahlenen Trauben, Schalen, Kernen und Stielansätzen; wichtig für den Geschmack vor allen von Rotweinen; der entstehende Maischekuchen wird in regelmäßigen Abständen untergemischt; gelegentlich auch für weiße Trauben genutzt.

Malbec: Ursprünglich ein Rotwein aus Bordeaux, heute der meistverkaufte Rotwein Argentiniens; fruchtig-würzig

Merlot: Fruchtige, vollmundige Rotweinsorte, ursprünglich im Bordeaux beheimatet, heute weltweit angebaut. Weicher Geschmack mit Anklängen von Pflaumen.

Mourvèdre: Ursprünglich in Frankreich und Spanien heimische Rotweinsorte; aromatisch und intensiv.

Most: Noch unvergorener oder nur angegorener Saft.

Önologie: Studium der Weinherstellung.

Parker-Punkte: Amerik. Weinbewertung nach Robert Parker; reicht von 50-100 Punkten und ähnelt Schulnotensystem.

Phylloxera: Reblaus; Schädling im Weinbau.

Pinot Grigio: Grauburgunder; relativ leichter Wein mit erfrischender Säure; aus Kalifornien

meist fruchtiger und körperreicher als gleichnamige Weine aus Italien.

Pinot Noir: Hochwertige, rote Edelrebe; auch unter Namen wie Spätburgunder oder Pinot Nero bekannt; wird auch gern zu Champagner und hochwertigem Sekt gekeltert.

Rhone-Blends: Rebsorten, die ursprünglich im französischen Rhone-Tal beheimatet sind, inzwischen aber auch z. B. in Übersee kultiviert werden. Zu den bekanntesten Rhone-Sorten zählen Syrah, Petit Syrah, Grenache, Mourvèdre und Voignier

Riesling: Eine weltweit vor allem in kühleren Regionen kultivierte Weißweinsorte, die in

Deutschland seit über 600 Jahre vor allem entlang der Schieferweinberge (z. B. an der Mosel und anderen deutschen Flüssen) angebaut wird. Riesling wird als Wein und auch Sekt ausgebaut und besticht durch seine charakteristisch fruchtige Säure.

Sauvignon Blanc: Weltweit angebaute Weißweinsorte; liefert fruchtige, i. d. R. trocken ausgebaute Weine mit grasigen Noten und Anklängen von exotischen Früchten.

Rückenkiepe (oder Kiepe): Behälter, in dem während der Lese die geernteten Trauben eingesammelt und zur Sammelstelle getragen werden. Früher meist ein Weidenkorb, heute i. d. R. aus Kunststoff gefertigt. Alternativ auch mit Henkel, um von zwei Personen getragen zu werden.

Schönung: Klärung des Weins.

Sommelier: „Weinkellner”; berät Gäste im Restaurant über das Weinangebot und den passenden Wein zum Essen; darüber hinaus auch als Fachberater im Weinhandel tätig.

Syrah (Shiraz): Rotweinsorte, ursprünglich aus dem franz. Rhonetal; Edelrebe, deren Weine u. a. ein starkes Aroma von Johannisbeeren, Brombeeren und/oder Himbeeren aufweisen.

Tannine: Pflanzliche Gerbstoffe, vor allem in Stielen, Schalen und Kernen von Trauben enthalten; beeinflussen maßgeblich Geschmack, Struktur und Lagerfähigkeit eines (Rot-)Weins.

Terroir: Umfasst den gesamten Bereich, in dem ein Wein entsteht: Boden, Klima, Anbaumethode, Kellertechnik, etc.

Toasten: Flämmen des Inneren eines Fasses, um die Holzstruktur zu optimieren. Der Röstgrad leicht/medium/stark getoastet wirkt sich später auch auf den Geschmack des fassgereiften Weins aus.

Verschnitt: s. Cuvée

Vinifizierung: Bezeichnet den gesamten Prozess der Weinherstellung von der Weinbergspflege über die Lese bis zur Flaschenabfüllung; hier sind Winzer und Winemaker gleichermaßen gefragt.

Voignier: Weißweinsorte, die hauptsächlich entlang der Rhone, inzwischen aber auch in Übersee angebaut wird; aromatischer Duft z. B. nach Aprikosen und/oder Pfirsich.

White Zinfandel: Je nach Ausbau trockener bis süßer Roséwein aus der Zinfandel-Traube mit meist intensiven Anklängen von Erdbeeren.

Winemaker: Weinmacher; für den Weinausbau verantwortlich; arbeitet eng mit dem Winzer zusammen und verbringt einen nicht geringen Teil seiner Arbeitszeit im Weinberg, auch wenn sein Hauptarbeitsgebiet Labor und Weinkeller ist.

Winzer: Weinbauer; streng genommen umfasst der Begriff den Bereich vom Anbau der Rebe bis zur Lese der Trauben; in kleineren Betrieben ist der Winzer meist für die gesamte Weinherstellung und bis hin zum Vertrieb zuständig.

Zinfandel: Vorwiegend in Kalifornien angebauter Rotwein mit würzigen Aromen von Zimt, Nelke und dunklen Beeren; in USA gern nur „Zin“ genannt; in Italien als „Primitivo“ bekannt.

 

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© Susan Florya